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klͤck vorſichtiger geworden, hoffte jetzt, Mantua zum zweiten Mal auf eine weniger gefaͤhrliche Weiſe da⸗ durch entſetzen zu koͤnnen, daß er ſeinen Weg von Trient durch das Thal der Brenta dahin nahm. Dieſes Mandver gedachte er mit 30,000 Mann aus⸗ zufuͤhren, waͤhrend General Davidowich mit 20,000 Mann in einer ſtarken Stellung zunaͤchſt bei Rove⸗ redo ſtehen blieb, um Tyrol zu decken, wo ein Ein⸗ fall der Franzoſen den durch das Vorruͤcken von Mo⸗ reau und Jourdan in Deutſchland entſtandenen pani⸗ ſchen Schrecken noch vermehrt haben wuͤrde.
Buonaparte, der die Abſicht des alten Feldmar⸗ ſchalls errieth, ließ ihn ungeſtoͤrt nach Baſſano an der Brenta ziehen und dort ſeine gewaͤhlte Operations⸗ linie faſſen. Er behielt ſich aber doch insgeheim vor, ſelbſt die Offenſive zu ergreifen, und uͤber Davido⸗ wich herzufallen, ſobald die Verbindung zwiſchen die⸗ ſem und Wurmſer durch den Marſch des letztern aufgehoͤrt haben wuͤrde. Er ließ den General Kil⸗ maine, einen Offizier von irlaͤndiſcher Abkunft, auf den er großes Vertrauen ſetzte, mit ungeſaͤhr 3000 Mann zuruͤck, um die Belagerung von Mantua in einer Stellung unter den Waͤllen von Verona zu decken, waͤhrend er ſelbſt mit ſeiner Hauptmacht den Marſch nach Roveredo antrat, einer Stadt, die, in dem Etſch⸗Thale gelegen, die feſte Stellung von Calliano im Ruͤcken hat. Die Hauptſtraße von Tri⸗ ent fuͤhrt durch dieſe Stadt, und Davidowich ſtand


