155 Ungluͤcksgefaͤhrtin, Madame Fontenai, jezt Madame Tallien, geſchloſſen, die ihr nach der Verheirathung ihrer Freundin ſehr zu Statten kam. Durch eine ſehr einnehmende Geſtalt, liebenswuͤrdige Sitten und eine ſtets heitere Laune eignete ſich Madame Beauharnois zu einer Zierde der Geſellſchaft. Bar⸗ ras, der Held des Thermidors, ſelbſt ein ehemaliger Adeliger, liebte die Geſellfchaft, wuͤnſchte ſie auf eine angenehme Art zu genießen, und den Schlamm abzuwaſchen, mit dem der Jakobinismus die ange⸗ nehmſten Verhaͤltniſſe des Lebens beſudelt hatte. Er liebte nicht minder den Glanz und Vergnuͤgen, und konnte jezt beide Neigungen befriedigen, ohne in den Verdacht der Unbuͤrgerlichkeit zu fallen, der in der Schreckenszeit von jedem Verſuche, den ge⸗ ſellſchaftlichen Umgang durch Eleganz zu wuͤrzen, unzertrennlich war. In den Gemaͤchern, die er als Direktor in dem Pallaſt Luxemburg bewohnte, ließ er ſeinem natuͤrlichen Geſchmacke freien Lauf, und verſammelte eine angenehme Geſellſchaft beiderlei Geſchlechts. Madame Tallien und ihre Freundin waren die Seele dieſer Zirkel, und man vermuthet, Barras ſey gegen die Reize der Madame Beauhar⸗ nois nicht unempfindlich geweſen,— ein Geruͤcht, welches, es mochte nun Grund haben dder nicht, bald entſtehen mußte.— Buonaparte verſichert uns, und wir haben keinen Grund, daran zu zweifeln, daß er blos durch die perſoͤnlichen Reize der Madame
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31. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 7. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
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