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31. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 7. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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hielten ſich brav, und verſuchten ſogar, die Kanonen mit ſtuͤrmender Hand zu nehmen. Allein ein Ver⸗ ſuch dieſer Art, der ſchon im offenen Felde mißlich genug iſt, wird unausfuͤhrbar, wenn der Angriffs⸗ weg durch enge Straßen fuͤhrt, die bei jedem Schuſſe mit Kartaͤtſchen wie gefegt werden. Die Buͤrger wurden zum Weichen gebracht. Durch eine verſtaͤn⸗ digere Verwendung ihrer Streitkraͤfte waͤre vielleicht ein anderes Reſultat bewirkt worden; allein wie haͤtte es Danican uͤberhaupt mit Buonaparte aufnehmen koͤnnen? Das Gefecht, in welchem mehrere hundert Menſchen getoͤdtet und verwundet wurden, war in ungefaͤhr einer Stunde entſchieden. Die ſiegreichen Truppen des Konvents zogen in die verſchiedenen Sektionen und vollendeten die Zerſtreuung und Ent⸗ waffnung ihrer Gegner, eine Operation, welche bis ſpaͤt in die Nacht dauerte.

Der Konvent benuzte ſeinen Sieg mit einer durch die Erinnerung an die Schreckensregierung ge⸗ botenen Maͤßigung. Nur zwei Maͤnner wurden mit dem Tode beſtraft. Einer von ihnen, La Fond, ein ehemaliger Leibgarde, hatte ſich durch ſeine Uner⸗ ſchrockenheit ausgezeichnet, und die Nationalgarden zu wiederholtenmalen im Kartaͤtſchenfeuer geſammelt. Verſchiedene andere Perſonen, die entflohen waren, wurden in ihrer Abwe enheit zum Tode verurtheilt, aber eben nicht ſehr ſtrens aufgeſucht. Andere wur⸗ den mit Verbannung beſtraft. Die Angeklagten hat⸗

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