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uͤberall den furchtbarſten Widerſtand. Eine ſtarke Abtheilung beſezte die Quais auf dem linken Ufer der Seine, und bedrohte von daher den Pallaſt. Eine andere ſtarke Diviſion ruͤckte Hauf der Straße St. Honoré gegen die Tuillerien vor, in der Abſicht, durch die Straße L'Echelle den Pallaſt, wo der Kon⸗ vent ſeine Sitzungen hielt, zu faſſen. Sie bedachten hiebei nicht gehoͤrig, daß ſie auf den meiſten Punk⸗ ten von ſtarken Poſten, die in den Nebengaͤßchen und Kreuzſtraßen aufgeſtellt und mit Geſchuͤz ver⸗ ſehen waren, in der Flankegenommen werden mußten ·
Der Kampf nahm in der Straße St. Honorè ſeinen Anfang. Buonaparte, der den Cul- dersac Dauphine, gegenuͤber der Kirche St. Roche, ſtark mit Truppen und auch mit zwei Kanonen beſezt hatte, ließ die unvorſichtigen Pariſer ihre tiefen und dich⸗ ten Kolonnen ungeſtoͤrt durch die engen Straßen vorſchieben, bis eine Grenadierabtheilung derſelben vor der Kirche, gegenuͤber dem Cul-de-sac, Stellung nahm. Jede Partei beſchuldigt, wie gewoͤhnlich, die
andere, den Buͤrgerkampf, zu dem doch beide ſich
geraͤſtet hatten, zuerſt begonnen zu haben. Alle aber ſtimmen darin uͤberein, daß zuerſt mit Muske⸗ ten gefeuert worden ſey. Augenblicklich folgte Trau⸗ ben⸗ und Kartaͤtſchenfeuer, das gegen die dichten Ko⸗ lonnen der Nationalgarden, auf den Quais und in den engen Straßen gerichtet, eine gewaltige Nieder⸗ lage unter ihnen anrichtete. Die Nationalgarden
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