54— Erercitium zu unterwerfen, welches die pedantiſche Förmlichkeit der alten Kriegsſchule erforderte. Du⸗ mouriez gab das Beiſpiel, und zeigte, wie das Prinzip der Revolution mit Vortheil ſelbſt in die Kriegs⸗ kunſt eingefaͤhrt werden koͤnnte, und daß der Unter⸗ ſchled zwiſchen den Neuconſcribirten und den alten Truppen, welchen ſie entgegengeſtellt wurden, durch Erwerbungen der urſpruͤnglichen einfacheren Regelu der Kriegskunſt mit Uebergehung der mancherlei Foͤrm⸗ lichkeiten„welche nicht zum großen Werk des Kriegs fur weſentlich erachtet wurden, ſehr verringert wer⸗ den koͤnnte. Es iſt ein beſtaͤndiger Irrthum be⸗
ſchraͤukter Koͤpfe, daß ſie Dinge, die der bloßen
Gewohnheit angehoͤren, fuͤr eben ſo wichtig halten,
als die weſentlichen Erforderniſſe, und vor einer
unordentlichen Kleidung ebenſo erſchrecken, wie vor einem verwirrten Manoͤvre. Es gereichte den fran⸗ zoͤſiſchen Generalen, als Maͤnnern von Genie, zur Ehre, daß ſie in der Stunde der Gefahr ſich nicht an ſolche Handwerksvorurtheile, die ſo gut als an⸗ derswo pedantiſch ſind, hielten, und blos einer ſolchen Disciplin folgten, die ſie dem Charakter der Rekruten und dem Drange der Umſtaͤnde angemeſſen fanden. Die Poſſen des Handerercitiums wurden
uͤbergangen und Alkes blos auf die wenigen fuͤr den
Gebrauch der Muskete und des Bajonets nothwen⸗
digen Bewegungen eingeſchraͤnkt. Leichtere und ein⸗
fachere Manoͤvres traten an die Stelle der ſchwieri⸗
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