Teil eines Werkes 
31. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 7. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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kenswerth ſcheinen, daß in einem Lande, wo liebens⸗ wuͤrdige Sitten und gefaͤllige Formen ſo ſehr zur Empfehlung dienen, der Mann, dem die hoͤchſte Ge⸗ walt zu Theil geworden, von Perſon unanſehnlich und gemein, linkiſch in ſeinem Benehmen, unfaͤhig zu gefallen, auch wenn er es darauf anlegte, und faſt ebenſo langweilig, als haſſenswuͤrdig und herz⸗ los war.

Alles, was ihm abging, erſetzte Robespierre nur durch einen unerſaͤttlichen Ehrgeiz, erzeugt durch⸗ die eitle Meinung, daß er im Stande ſey, die hoͤchſte Stelle auszufuͤllen. Dies gab ihm Keckheit zu einer Zeit, wo Keckheit oft zum Ziele fuͤhrte. Er verband mit einer falſchen, uͤberſpannten, ader ziemlich fließenden, hoͤchſt ſchwuͤlſtigen Beredtſam keit die groͤbſten Schmeicheleien gegen die nieder⸗ ſten Volksklaſſen, die ihm hinwiederum das Lob, das er ſich unablaͤſſig ſelbſt ſpendete, zu gut hiel⸗ ten. Sein kluger Entſchluß, ſich mit dem Weſen der Macht zu begnuͤgen, ohne ſich nach den aͤußern Formen derſelben zu ſehnen, war ein anderer Kunſtgriff, um den großen Haufen fuͤr ſich zu ge⸗ winnen. Sein wachſamer Neid, ſeine langverſcho⸗ bene, aber ſichere Rache, ſeine Schlauheit, die bei gemeinen Seelen die Stelle der Weisheit vertritt, waren ſeine einzigen Mittel, ſeine ausgezeichneten Gegner und Mitbewerber zu verdraͤngen, und es

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