46 den Tage, beunruhigte den Nubier die aͤngſtlichſte Ungewißheit, ob ſeine Verkleidung nicht entdeckt wor⸗ den ſey, beſonders da der Koͤnig zu wiſſen ſchien, auf welche Art der Hund den Dieb des engliſchen Banners entdecken ſollte, obſchon der Umſtand von der Verwundung eines ſolchen Thiers bei jener Ge⸗ legenheit kaum in Richards Gegenwart erwaͤhnt wor⸗ den war. Da ihn jedoch der Koͤnig nicht anders zu behandeln fortfuhr, als ſein Aeußeres erforderte, ſo blieb der Nubier immer noch ungewiß, ob er ent⸗ deckt waͤre oder nicht, und beſchloß ſeine Verkleidung nicht freiwillig abzulegen.
Unterdeſſen zogen die Streitkraͤfte der berſchiede⸗ nen Fuͤrſten des Kreuzzugs, unter Anfuͤhrung ihrer
koͤniglichen und fuͤrſtlichen Befehlshaber, in langer
Reihe um den Fuß des kleinen Huͤgels; und als die Truppen der verſchiedenen Laͤnder vorbeikamen, ſtiegen ihre Anfuͤhrer ein paar Schritte den Huͤgel hinauf, und bezeigten Richard und der Standarte Englands ihre Ehrerbietung,„zum Zeichen der Ach⸗ tung und Freundſchaft“, wie das Protokoll der Ce⸗
remonie weislich beſagte,„nicht der Unterwerfung oder Dienſtbarkeit.“ Die geiſtlichen Wuͤrdetraͤgey die
in jenen Tagen ihre Muͤtzen vor keinem erſchaffenen Weſen abnahmen, brachten dem Koͤnige und dem Sinnbilde ſeiner Herrſchaft ihren Segen ſtatt der Verbeugung dar.
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