41 aicht erlanben, geruͤhmt hat. Der Saracene laͤchelte, als er den Satz alſo ſchloß:„Du wuͤrdeſt den Sultan zum Zweikampfe fordern?—“
„Und wenn ich es thaͤte“, ſagte Sir Kenneth ſtolz, „ſo wuͤrde er weder der erſte, noch der letzte Turban ſeyn, nach dem ich mit meiner Lanze gezielt habe.“
„Allein ich glaube, er wuͤrde es fuͤr eine zu un⸗ gleiche Art halten, die Hoffnung auf eine koͤnigliche Praut und den Erfolg eines großen Kriegs aufs Spiel zu ſetzen“, ſagte der Emir.
„So mag ich ihn an der Spitze der Schlacht tref⸗ fen“, ſagte der Ritter, und ſeine Augen funkelten von dem Gedanken, den ihm dieſe Idee zuſtroͤmte.
„Hier iſt er immer zu finden geweſen“, ſagte Il⸗ derim;„auch iſt es nicht ſeine Gewohnheit, ſein Pferd vor irgend einem tapfern Angreifer umzulenken.— Al⸗ lein nicht von dem Sultan wollte ich ſprechen. Mit Einem Worte, wenn Du mit dem Rufe zufrieden biſt, den Du Dir durch die Entdeckung des Diebes erwer⸗ ben kannſt, der Englands Banner geſtohlen hat, ſo kann ich Dich zur Löſung dieſer Aufgabe auf einen guten Weg fuhren, das heißt, wenn Du Dich leiten laſſen willſt; denn was ſagt Lokman,„wenn das Kind gehen will, muß die Amme es leiten“— wenn der
Unwiſſende verſtehen will, ſo muß ihn der Weiſe un⸗
terrichten.“ „Und Du biſt weiſe, Ilderim“, ſagte der Schotte, „weiſe, obſchon ein Saracene,⸗ und großmuͤthig, obſchon


