Teil eines Werkes 
8. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 3. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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die Englaͤnder ihre Wuth auslaſſen werden,— ja,

und es iſt noch eine andere Gefahr zu befuͤrchten—

mein Page kennt die Geheimniſſe dieſes Charegiten,“

ſagte der Tempelherr;„und zudem iſt er ein muͤrriſcher

und eigenſinniger Thor, den ich gerne los ſern moͤchte,

da er mir in den Weg tritt, und mit eigenen Au⸗

gen, ſtatt mit den meinigen ſehen will. Allein unſer

heiliger Orden verleiht mir die Macht, dieſem Uebel

abzuhelfen. Oder halt— der Saracene kann einen guten

Dolch in ſeiner Zelle ſinden, und ich ſtehe Euch dafuͤr, er

gebraucht ihn, wenn er hervorbricht, und dieß wird gewiß ſobald geſchehen, als der Page mit ſeiner Speiſe eintritt.“ 1

„ Das wird der Sache einen Anſtrich geben,“

ſagte Conrad; und doch“—

„Doch und aber,“ ſagte der Tempelherr,„ſind Worte fuͤr Narren— weiſe Maͤnner wiſſen nichts von Zaudern und Ruͤcktritt— Sie beſchließen und fuͤh⸗ ren, au 8.

Achtes Kapitel.

Nachdem Richard, der argloſe Gegenſtand der ſchwarzen Verrätherey, von der im letzten Theile des vorigen Kapitels Nachricht gegeben iſt, für den Augen⸗ blick wenigſtens die kreuzfahrenden Fürſten zu dem ein⸗ müthigen Entſchluſſe bewogen hatte, den Krieg mit Nachdruck fortzuſetzen, lag es ihm zunächſt am Her⸗ zen, die Ruhe in ſeiner eigenen Familie wieder herzu⸗ ſtellen und, da er jetzt ruhiger urtheilen konnte, die Umſtände, die den Verluſt ſeiner Fahne veranlaßten, ſo wie die Natur und Ausdehnung der Bekanntſchaft zwiſchen ſeiner Verwandten Edith und dem verbannten Abentheurer von Schottland genau zu erforſchen.