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nach Jeruſalem— nach Jeruſalem! Es iſt Gottes Wille— es iſt Gottes Wille! Geſegnet ſey der, wel⸗ cher ſeinen Arm zur Vollbringung des Werkes leiht.“
Dieſer Ruf, der ſo ploͤtzlich und allgemein ertoͤn⸗ te, wurde noch außerhalb des Kreiſes, den die Schild⸗ wachen um das Zelt der Rathsverſammlung gezogen hatten, gehort. Er verbreitete ſich unter die Solda⸗ ten des Heeres, die durch Krankheit und Clima un⸗ thatig und entmuthigt, gleich ihren Anfuͤhrern in ih⸗ rem Entſchluſſe wankend geworden waren; allein die Wiedererſcheinung Richards in erneuerter Lebenskraft, und der wohlbekannte Jubelruf, der von der Verſamm⸗ lung der Fuͤrſten wiederhallte, entflammte auf ein⸗ mal ihren Enthuſiasmus wieder, und Tauſende und aber Tauſende antworteten mit demſelben Freudenru⸗ fe:„Zion, Zion!— Krieg, Krieg— augenblicklichen Kampf mit den Unglaͤubigen! Es iſt der Wille Got⸗ tes— es iſt der Wille Gottes!“
Die Ausrufungen von außen vergroͤßerten ihrer⸗ ſeits den Enthuſiasmus, der innerhalb des Zeltes herrſch⸗ te. Diejenigen, welche die Flamme nicht wirklich er⸗ griffen hatte, fuͤrchteten ſich, wenigſtens fuͤr den Au⸗ genblick, kaͤlter zu ſcheinen, als die andern. Jetzt war von nichts anderem mehr die Rede, als von einem kuͤhnen Vorruͤcken nach Jeruſalem nach dem Verfluſſe der Friſt des Waffenſtillſtandes, und von den Maasregeln, die unterdeſſen zur Ergaͤnzung und Recrutirung des Hee⸗ res ergriffen werden ſollten. Die Verſammlung gieng auseinander, und alle waren, wie es ſchien, von dem⸗ ſelben enthuſtaſtiſchen Vorſatze beſeelt— der jedoch bald in der Bruſt der meiſten erloſch, und in den Herzen anderer nie vorhanden geweſen war.
Zu der letzten Klaſſe gehoͤrten der Marquis Con⸗ rad und der Großmeiſter der Tempelherrn, die miß⸗ vergnuͤgt und unzufrieden mit den Ereianiſſen des Ta⸗ ges mit einander in ihre Zelte zuruͤckkehrten. 8
„Ich hab es Dir immer geſagt,“ begann der letz⸗ tere mit dem ihm eigenen, kalten und ſardoniſchen


