Teil eines Werkes 
8. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 3. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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„Frei davon ſoll ich mit Euch ſprechen, aus Auſtrag der verbuͤndeten Fuͤrſten, die ſich, von Philipp von Frankreich gufgefordert, eiligſt verſammelt ha⸗ ben, um die noͤthigen Maaßregeln in dieſer Hinſicht zu ergreifen.“ 4 „Sonderbar,“ erwiederte Richard,„daß andere, ſich über das berathen, was der verletzten Majeſtaͤt von England gebuͤhrt!“

„Sie ſind Willens, wo moͤglich Euern Forderungen zuvorzukommen,“ antwortete der Einſiedler;„alle haben dafuͤr geſtimmt, daß Englands Banner wieder auf dem heiligen Georgsberge aufgepflanzt werden muͤſſe; ferner haben ſie mit Bann und Verdammniß den ver⸗ wegenen Verbrecher belegt, der dieſen Frevel began⸗ gen hat, und einen koͤniglichen Lohn jedem verſprochen, der des Verbrechers Schuld nachweiſet, damit ſein Fladtch den Woͤlfen und Raben zum Fraße vorgeworfen wuͤrde.“

„Und Oeſterreich,“ ſagte Richard,„ auf welchem in Betreff dieſer That ein ſo ſtarker Verdacht ruht?“

„Um Zwietracht unter dem Heere zu verhindern,“ erwiederte der Einſiedler,„will Oeſterreich ſich von dem Verdachte dadurch reinigen, daß es ſich jedem Gottesurtheil, das der Patriarch von Jeruſalem ihm auferlegen mag, unterwerfen wird.“

„Will er ſich nicht durch einen Zweikampf reini⸗ gen?“ ſagte Koͤnig Richard.

„Sein Eid verbietet es ihm,“ ſagte der Einſied⸗ ler,„und die Rathsverſammlung der Fuͤrſten.—

„Wird weder den Kampf gegen die Saracenen, noch gegen ſonſt Jemand genehmigen, unterbrach ihn Richard. Ader es iſt genng, Vater Du haſt mir die Widerſinnigteit des Benehmens, das ich in dieſer Sa⸗ che beobachten wollte, gezeigt. Ihr werdet eher Eure Fackel in einer Regenpfutze anzuͤnden, als einer kalt⸗ bluͤtigen Memme einen Funken entlocken. Bei Oeſt⸗ reich iſt keine Ehre zu gewinnen, und ſo mag die Sache hingehn.. Doch will ich ihn meineidig machen;