Teil eines Werkes 
8. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 3. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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94 In der That, ſein zottiger ziegenlederner Anzug, ſein ungekaͤmmtes und ungeordnetes Haar, ſein wilder Bart, ſein abgemagertes und verzerrtes Geſicht, und das faſt wahnſinnige Feuer, das unter ſeinen buſchigen Au⸗ genbraunen hervorblitzte, erinnerten an einen hei⸗ ligen Seher der Bibel, der mit einer hohen Sendung an die gottloſen Koͤnige von Inda, oder Iſrael be⸗ auftragt, von den Felſen und Hoͤhlen, in denen er in ſtiller Einſamkeit wohnte, herabſtieg, um weltli⸗ che Tyrannen mitten in ihrem Uebermuthe zu be⸗ ſchaͤmen, indem er die vernichtenden Drohungen der goͤttlichen Majeſtaͤt uͤber ſie ausſchuͤttete, gleich der Wolke, die ſich der Blitze, mit denen ſie geſchwaͤn⸗ gert iſt, auf die Zinnen und glaͤnzenden Thuͤrme und Pallaͤſte entladet. Selbſt in ſeiner ſinſterſten Stimmung achtete Richard die Kirche und ihre Die⸗ ner. Ob ihn daher gleich das unberufene Eindringen des Einſiedlers in ſein Zelt beleidigte, ſo gruͤßte er ihn doch mit Ehrerbietung; zu gleicher Zeit jedoch for⸗ derte er Sir Thomas de Vaur durch ein Zeichen, auf, ſeinen Auftrag ſchleunigſt zu vollziehen.

Allein der Einſiedler verbot dem Baron durch Gebaͤrde, Blick und Wort, ſich einer ſolchen Bot⸗ ſchaft wegen auch nur einen Schritt weiter zu bewe⸗ gen. Er ſtreckte ſeinen bloßen Arm, von dem der bockslederne Mantel durch die Hefuigkeit der Bewe⸗ gung zuruͤckſiel, und der von Hunger abgemagert und