Teil eines Werkes 
8. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 3. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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46 init einem Seufzer, der Kummer und Verdruß aus⸗ druͤckte,„haͤtte ich das Naͤmliche von Dir behauptet!“

„Verraͤtherei umgiebt Euch, Koͤnig von England,“ fuhr Sir Kenneth fort.

„Es mag ſeyn,“ erwiederte Richard,„ich habe ein uͤberzeugendes Beiſpiel davon..

Verraͤtherei, die Dir mehr ſchaden kann, als der Verluſt von hundert Fahnen. Die— Die— Sir Kenneths Stimme ſtockte, und endlich fuhr er mit leiſerer Stimme fort:„Die Lady Edith.“—

„Ha,“ rief der Koͤnig aus, ſich ploͤtzlich in eine aufmerkſamere Stellung werfend, und den Blick feſt auf den vermeinten Verbrecher heftend;„Was iſt mit ihr!— was iſt mit ihr!— was hat ſie mit dieſer Sache zu ſchaffen?“—

„Mein Fuͤrſt,“ ſagte der Schotte;—„man geht mit dem Plane um, Euer koͤnigliches Haus zu be⸗ ſchimpfen; denn man will die Hand der Lady Edith dem ſaraceniſchen Sultan geben, und durch die ſchimpf⸗ lichſte Verbindung mit England den ſchimpflichſten Frieden fuͤr die Chriſtenheit erkaufen.“

Dieſe Mittheilung brachte auf Richard Loͤwen⸗ herz eine Wirkung hervor, die gerade das Gegentheil von dem war, was Sir Kenneth erwartet hatte. Ri⸗ chard Plantagenet war einer von denen, die, mit Jagozu reden, Gott nicht dienen wollten, weil es der Teufel war, der ſie darum bat. Der Eindruck, den ein Rath oder eine Belehrung auf ihn machten, ruͤhrte