annehmen koͤnnen. Andere haben auf ihre eigene Rechnung Privatanerbietungen gemacht und ſich erbo⸗ ten, ihre Streitkraͤfte von dem Lager der Koͤnige von Frangiſtan zu trennen und ihre Waffen ſogar zur Vertheidigung der Standarte des Propheten zu gebrau⸗ chen. Allein Saladin will aus einem ſo verraͤtheri⸗ ſchen und eigennuͤtzigen Abfalle keinen Nutzen ziehn. Der Koͤnig der Koͤnige will bloß mit dem Loͤwenkö⸗ nige unterhandeln. Saladin will nur mit dem Me⸗ lec Ric einen Vertrag eingehen, und mit ihm unterhandeln wie ein Fuͤrſt, oder kaͤmpfen wie ein Held. Richard will aus freyer Entſchließung Bedin⸗ gungen zugeſtehen, die ihm die Schwerdter von ganz Europa nimmer durch Gewalt oder Schrecken abnoͤ⸗
thigen koͤnnten. Er will eine freye Wallfahrt nach
Jeruſalem und allen Oertern, wo die Nazarener anbe⸗
ten wollen, geſtatten; ja, er will ſogar ſeine Herr⸗
ſchaft mit ſeinem Bruder Richard in ſo weit theilen, daß er in den ſechs feſteſten Staͤdten Palaͤſtinas, wo⸗ runter auch Jeruſalem ſeyn ſoll, chriſtliche Beſatzun⸗ gen dulden, und geſtatten will, daß ſie unter dem un⸗ mittelbaren Befehle der Officiere Richards ſtehen. Dem Letztern erlaubt er ſogar, den Namen Schutzkö⸗ nig von Jeruſalem zu fuͤhren. Und ferner, Herr Rit⸗ ter, wiſſet, ſo ſonderbar und unglaublich Euch dieß auch vorkommen mag— denn Eurer Ehre kann ich auch dieſes faſt unglaubliche Geheimniß anvertrauen— wiſſet, daß Saladin auf dieſen geſegneten Bund zwi⸗


