Teil eines Werkes 
8. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 3. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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ſchlitzte. Als er in der freien Luft war, fuͤhlte er ſich durch einen Zuſammenfluß widerſtreitender Empfin⸗ dungen zu ſehr betaͤubt und uͤberwaͤltigt, als daß er die wahre Bedeutung des Ganzen haͤtte begreifen koͤn⸗ nen. Er war gendoͤthigt zu eilen, weil er ſich erin⸗ nerte, daß Lady Edith dieß von ihm verlangt hatte. Allein in dem Labyrinthe der Zelte, und gezwungen vorſichtig zu gehen, bis er ſich wieder auf dem Pfade oder Zugange befand, von dem ihn der Zwerg abge⸗ fuͤhrt hatte, um der Beobachtung der Wache vor dem Zelte der Koͤnigin zu entgehen, mußte er langſam und behutſam gehen, damit er durch einen Fall oder das Klirren ſeiner Ruͤſtung keinen Laͤrmen machte. Eine duͤnne Wolke hatte zudem in dem Momente, in welchem er das Zelt verließ, den Mond verdunkelt, und er hatte mit dieſer Unbequemlichkeit in einem Augenblicke zu kaͤmpfen, in welchem der Schwindel ſeines Kopfes und die Fuͤlle ſeines Herzens ihm kanm ſoviel Befonnenheit ließen, daß er ſeine Bewegungen leiten konnte. Allein auf einmal drangen Toͤne zu ſei⸗ nen Ohren, die ihm ploͤtzlich die volle Energie ſeiner Kraͤfte wiedergaben. Sie kamen von dem heiligen Georgs⸗Berge. Er hoͤrte zuerſt ein einzelnes und

wildes Bellen, auf das augenblicklich ein Angſtſchrei

folgte. Kein Wild ſprang je auf Roswells Bellen wilder und ſchneller auf, als Sir Kenneth bei dem befuͤrchteten Todesſtoͤhnen jenes edlen Hundes, dem keine gewoͤhnliche Beleidigung das geringſte Zeichen