Teil eines Werkes 
8. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 3. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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Wahrhaftig, meine Koͤnigin ſagte Edith,das heißt, ſich mit einem laͤngſt abgenuͤtzten Scherze ab⸗ geben. Ich habe keine Wette eingegangen, obgleich es Eurer Majeſtaͤt beliebt hat, zu vermuthen oder darauf zu beſtehen, daß ich dieſes that.

Nun wahrlich! jetzt hat, trotz unſerer Wall⸗ fahrt, der Satan große Macht uͤber Euch, meine Couſine, und verleitet Dich zum Luͤgen. Koͤnnt Ihr laͤugnen, daß Ihr Euern Rubinring gegen mein gol⸗

denes Armband verpfaͤndet habt, daß jener Ritter

vom Leoparden, oder wie Ihr ihn nennt, nicht von ſeinem Poſten weggebracht werden koͤn nne?

Eure Majeſtaͤt ſind zu groß fuͤr mich, als daß ich Euch widerſprechen koͤnnte, erwiederte Edith,al⸗ lein dieſe Damen können mir, wenn ſie wollen, das Zeugniß geben, daß Eure Mgjeſtaͤt es waren, die eine ſolche Wette vorſchlugen⸗ und den Ning von meinem Finger nahmen, ſelbſt waͤhrend ich erklaͤrte, daß ich es nicht fuͤr ſittſam halte, ſolcher Dinge wegen irgend etwas zu verpfaͤnden.

Ja, meine Lady Edith, ſagte eine von dem Maͤd⸗ chen;allein Ihr muͤßt, mit Eurer Erlaubniß ge⸗ ſprochen, zugeben, daß Ihr ſehr zutrauensvoll von der Tapferkeit dieſes Ritters vom Leoparden ſpracht

Und wenn ich es auch that, ſagte Edith aͤr⸗ gerlich,gibt Dir dieß dann einen guten Grund an die Hand, der Laune Ihrer Majeſtaͤt das Wort zu re⸗ den? Ich ſprach bloß von ihm, wie alle Menſchen,