98 5 Ehre, die Geſellſchaft zu unterhalten, und raſſelten wetteifernd mit ihren Klappern; allein im Allgemei⸗ nen ſtanden ſie mit einander auf einem ſo guten Fuße, und waren ſo ſehr gewoͤhnt, ihr gegenſeitiges Spiel zu ertragen, daß der Spruchſprecher oft ſo gefaͤllig war, die Witzeleyen des Luſtigmachers mit einer Erklaͤrung zu begleiten, um ſie der Faſſungs⸗ kraft der Zuhoͤrer angemeſſener zu machen; ſo daß ſeine Weisheit eine Art von Commentar fuͤr die Narrheit des Poſſenreißers bildete; und bisweilen wuͤrzte der Hofnarr, aus ſchuldiger Dankbarkeit, den Schluß des langweiligen Vortrags des Rebners durch
einen kraͤftigen Scherz. 3)
Welcher Art auch die wahren Geſinnungen Con⸗ rads ſeyn mochten, ſo trug er doch daffr Sorge, daß ſeine Miene nichts als Zufriedenheit uͤber das, was er hoͤrte, ausdruͤckte, und er laͤchelfe oder klatſchte, allem Anſcheine nach, ebenſo Aaſs, dr als 8* J 1
der Erzherzog ſelbſt, uͤber die feierliche Thorheit des Spruchſprechers, und den kauderwelſchen Witz des Narren. Im Grunde lauerte er auf den Augenblick, 4 wo der eine oder der andere ein Thema vorbri wuͤrde, das der Abſicht, mit der ſich ſein Geiſt jetzt vorzugsweiſe beſchaͤftigte, guͤnſtig waͤre.
Bald wurde der Koͤnig von England von dem Luſtigmacher auf's Tapet gebracht, der ſich daran ge⸗ wöhnt hatte, Richard vom Pirzementraut als einen


