56. denen Ihr eine ſo maͤchtige Stimme habt, ausſchließt, das muß ich mit der ganzen Chriſtenheit beklagen; allein als Krieger muß ich denen gehorchen, welchen das geſetzliche Recht des Befehlens zuſteht, oder ich wuͤrde ſonſt nur ein ſchlechtes Beyſpiel in dem chriſt⸗ lichen Lager geben.“ 8.
„„Du ſprichſt gut,“ ſagte Koͤnig Richard;„und der Tadel faͤllt nicht auf Dich, ſondern auf diejeni⸗ gen, mit denen ich, wenn es dem Himmel gefaͤllt,
mich von dieſem verwuͤnſchten Bette der Pein und Unthaͤtigkeit aufſtehen zu laſſen, ſtrenge Rechnung halten werde. Was war der Inhalt Deiner Bot⸗ ſchaft?“ 3
Kenneth,„mir ſcheint es, dieß könnte am beſten von
denienigen erforſcht werden, die mich abſandten, und
folglich die Gruͤnde meiner Botſchaft angeben koͤnnen; da ich hingegen bloß von der aͤuſſern Form Nachricht geben kann.“
„Hintergehe mich nicht, Schotte!— es waͤre
ſchlimm fuͤr Deine Sicherheit;“ ſagte der reizbare Monarch.— „Meine Sicherheit, gnaͤdiger Herr,“ erwiederte
der Ritter in feſtem Tone,„habe ich als ein unbe⸗
deutendes Ding hinter mich geworfen, als ich mich dieſer Unternehmung weihte, indem ich mehr meine
unſterbliche Wohlfahrt als die Erhaltung meines irdi⸗ ſchen Leibes im Auge hatte.“
„Mit Erlaubniß Ew. Hoheit,“ erwiederte Sir
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