14 nigs gehoͤrt, die Guͤte haben, dieſe Kameele abladen und einige Vorkehrungen zum Empfange des gelehr⸗ ten Arztes treffen zu laſſen?“ 1
„Wunderbar!“ ſagte de Vaux zu ſich ſelbſt.— „Und wer will fuͤr Saladins Ehre buͤrgen, wenn Treuloſigkeit ihn mit Einem Schlage von ſeinem maͤchtigſten Gegner befreyen wuͤrde?“
„Ich ſelbſt will mich mit Ehre, Leben und Gut fuͤr ihn verbuͤrgen.“
„Sonderbar!“ rief de Vaux wieder aus;„der Nordlaͤnder verbuͤrgt ſich fuͤr den Suͤdlaͤnder— der Schotte fuͤr den Tuͤrken!— Darf ich fragen, Herr Ritter, wodurch Ihr veranlaßt wurdet, Euch in dieſe Angelegenheit zu mengen?“
„Ich war,“ erwiederte Sir Kenneth,„auf ei⸗ ner Pilgerfahrt, wobey ich zugleich einen Auftrag an den heiligen Einſiedler von Engaddi hatte.“
„Koͤnnte der Gegenſtand deſſelben, Herr Ritter, und die Antwort des heiligen Mannes mir nicht mit⸗ getheilt werden?“
„Das kann nicht ſeyn, Mylord,“ erwiederte der Schotte. 1
„Ich gehoͤre zum geheimen Rathe von England,“
ſagte der Englaͤnder in ſtolzem Tone.
„Dieſem Lande habe ich keinen Gehorſam ge⸗ ſchworen,“ ſagte Kenneth.„Ob ich ſchon dem eng⸗ liſchen Monarchen freywillig in dieſen Krieg gefolgt
bin, ſo wurde ich doch von der allgemeinen Raths⸗


