Teil eines Werkes 
6. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 1. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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13. eines arabiſchen Reiters herbey, und lenkte ſein Roß mehr durch ſeine Glieder und die Beugungen ſeines Koͤrpers, als durch die Zugel, die ſo ſchlaff in ſei⸗ ner linken Hand hiengen, daß er im Stande war, ſei⸗ nen leichten runden Schild von Rinoceroshaut, mit Silberborten verziert, zu regieren, und ihn ſchwang, als ob er ſeine dunne Scheibe dem furchtbaren Stoße der abendlaͤndiſchen Lanze entgegen ſetzen wollte. Sein eigener langer Speer war nicht eingelegt, gleich dem ſeines Gegners, ſondern er hatte ihn mit ſeiner Rech⸗ ten in der Mitte gefaßt, und ſchwang ihn in Arms⸗ laͤnge uͤber ſeinem Kopf. Als der Ritter ſich in vol⸗ lem Gallopp ſeinem Feinde naͤherte, ſchien er zu er⸗ warten, der Ritter vom Leoparden werde ſein Pferd ebenfalls anſpornen, und ihm entgegenrennen. Allein der chriſtliche Ritter, wohlbekannt mit den Gewohn⸗ heiten der morgenlaͤndiſchen Krieger, hatte nicht im Sinne, ſein Pferd durch eine unnothige Anſtrengung zu erſchoͤpfen; er blieb im Gegentheile regungslos ſtehen, uͤberzeugt, daß wenn ſein Feind zum wirkli⸗ chen Angriffe herbeyrenne, ſein eigenes Gewicht und das ſeines gewaltigen Roſſes ihm hinreichenden Vor⸗ theil verſchaffen werde, und er daher des Nachdrucks einer raſchen Bewegung nicht beduͤrfe. Dieſen wahr⸗ ſcheinlichen Erfolg vorherſehend, wandte der ſaraceni⸗ ſche Ritter, als er ſich dem Chriſten bis auf 2 Spee⸗ reslangen genaͤhert hatte, ſein Pferd mit unnachahm⸗ licher Gewandtheit zur Linken, und ritt zweymal um