11
Koſten des Volkes von Palaſtina, erſetzten. Er drang den ungluͤcklichen Eingebornen keine Geſchenke fuͤr das Verſprechen ab, ihre Beſitzungen im Kriege mit den Sarazenen zu ſchonen, auch hatte er nie die Gelegen⸗ heit genoſſen, ſich durch Auslöſung vornehmer Gefan⸗ gener zu bereichern. Der kleine Zug, der ihm aus ſeinem Geburtslande gefolgt war, hatte ſich allmaͤhlig vermindert, ſo wie die Mittel zu ſeinem Unterhalte verſchwanden. Der einzige Knappe, den er noch hatte, lag auf dem Krankenbette und war nicht im Stande, ſeinen Herrn zu begleiten, der, wie wir geſehen ha⸗ ben, allein umher wanderte. Dies focht aber den Kreuzfahrer wenig an, der ſein gutes Schwerdt als ſeine ſicherſte Schutzwache, und fromme Gedanken als ſeinen beſten Gefaͤhrten zu betrachten gewohnt war. Jedoch aber forderte die Natur auch fuͤr den ei⸗ ernen Koͤrperbau und die geduldige Sinnes⸗Art des Ritters vom ſchlafenden Leoparden Ruhe und Erquickung; und zur Mittagszeit, als das todte Meer in einiger Entfernung zu ſeiner Rechten lag, jubelte er bey dem Anblicke von zwey oder drey Palmbaͤumen, die ſich neben der Quelle erhoben, wo ihm ſein Mit⸗ tagsaufenthalt angewieſen war. Auch ſein gutes Pferd, das mit der feſten Ausdauer ſeines Herrn vorwaͤrts getrabt war, hob jetzt ſeinen Kopf empor, dehnte ſeine Naſenloͤcher aus, und beſchleunigte ſei⸗ nen Schritt, als ob es in der Ferne ſchon das rie⸗ ſelnde Waſſer eingeſchnupft haͤtte, in deſſen Naͤhe


