muͤhſam gewunden, ſpaͤterhin aber dieſe gefaͤhrlichen Wege verlaſſen und jene große Ebene betreten, auf der die fluchbelaſteten Staͤdte in alten Tagen die ſchreckliche Rache des Allmaͤchtigen auf ſich luden. Die Beſchwerden, der Durſt und die Gefahren des Weges wurden vergeſſen, als der Reiſende⸗ ſich an die ſchreckliche Cataſtrophe erinnerte, die das ſchoͤne und fruchtbare Thal Siddim, das einſt ſo angenehm durchwaͤſſert geweſen war, in eine duͤrre und zu ewi⸗ ger Unfruchtbarkeit verdammte: Wildniß umgewandelt hatte. Der Wanderer kreuzte ſich, als er die dunkle Maſſe der wallenden Gewaͤſſer erblickte, die an Farbe und Beſchaffenheit denen jedes andern Sees ſo unaͤhnlich ſind; und er ſchauderte unwillkuͤhrlich bey der Erin⸗ nerung, daß unter dieſen traͤgen Wellen die einſt ſo herrlichen Staͤdte der Ebene lagen, deren Grab der Donner des Himmels oder der Ausbruch eines unter⸗ irdiſchen Feuers gegraben hatte, und deren Ueber⸗ bleibſel in einem See verborgen lagen, der keinen lebenden Fiſch in ſeinem Schvoſe naͤhrt, kein Schiff auf ſeiner Oberflaͤche traͤgt, und, als ob ſein furcht⸗ bares Bett der einzige geeignete Behaͤlter fuͤr ſeine truͤben Waſſer waͤre, dem Ocean den gebraͤuchlichen Tribut verweigert. Das ganze Land umher war, wie in den Tagen Moſes,„Schwefel und Salz; es wird nicht beſaͤt, traͤgt nichts, und ſelbſt kein Gras waͤchst auf ihm.“ Das Land kann ſo gut als der See todt
4


