Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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Er geht lange in ſeinem Gemach auf und ab, ſein Schritt iſt feſt und ſein Fuß ſtrauchelt nicht, obwol der Teufel, wenn er exiſtirt, ſicherlich doch in dieſem Gemach heute ſeine Netze ausgeſpannt hat, damit der fromme Paſtor in dieſelben hineinfalle.

Er geht lange und gedankenvoll immer auf und ab feſten Schrittes und horchte auf die Stimmen in ſeinem Innern. Aber er hört auch, was da außen ge⸗ ſchieht, hört, wie die Paſtorin ietzt mit langſam ge⸗ wichtigem Schritt die knarrende Treppe heraufkommt.

Da ſpringt er eilig nach der Thür zu und ver⸗ riegelt ſie von innen, und als die Paſtorin anklopft und ihn auffordert, hinunterzukommen zum Abendeſſen, ruft er ihr zu, er habe kein Verlangen nach irdiſcher Speiſe, er ſei mit der Ausarbeitung der Predigt für den künftigen Sonntag beſchäftigt. und man ſolle ihn nicht ſtören.

Dann bleibt er ſtehen und horcht auf ihren Schritt, der langſam wieder die Treppe hinuntergeht, und wandert dann wieder auf und ab, raſtlos, als habe er einen Weg abzuwandern in ſeinem Gemach, wie es oft die frommen Katholiken zu thun haben, wenn ſie eine Strafe abbüßen und auf Befehl ihres Beichtvaters in ihrem Gemach die lange Wanderung nach Jeruſalem abzugehen haben als Buße für ihre Sünden.