Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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ſich an der friſchen, klaren Winterluft. Es ſcheint aber nicht, als ob ſie ſich auch an dem Anblicke ihres Königspaares erquickten. Kein fröhliches Jauchzen, wie es zu Anfang, gleich in den erſten Wochen ſeiner Regierung, geweſen; kein Stehenbleiben und Hüte⸗ ſchwenken, um mit ſtrahlenden Augen den König zu begrüßen!

Die Vorreiter haben es den Leuten auf der Pro⸗ menade gekündet, daß der König kommt in ſeiner glän⸗ zenden Equipage, und die Leute ſind wol ſtehen ge⸗

blieben, um den König vorüberfahren zu ſehen, aber 1

es iſt recht ſtill geweſen auf der Promenade. Es iſt auch recht ſtill Unter den Linden, wo doch an der Seite neben den Häuſern eine ſchwarze Woge von ſonntäglich geputzten Leuten dahinrollt und die Vor⸗ reiter und das Königspaar im offenen, zurückgeſchla⸗ genen Wagen ſieht.

Das Angeſicht des Königs iſt finſter. Er hört nicht auf die freundlichen holden Worte, welche ſeine Gemahlin an ihn richtet, und er beantwortet ſie nicht. Als der Wagen in das innere Portal des Schloſſes fährt und neben der großen Treppe anhält, will der alte Lakai die Thür des Wagens öffnen. Die Klinke iſt vielleicht verquollen oder verroſtet, ſie will ſich nicht gleich öffnen. Da tönt ein Wort von den Lippen des