Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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wie oft ich Dich gewarnt, wie oft ich um Mitleid, um Erbarmen gefleht? Aber Du wollteſt mich nicht hören! Armer Mann!

Auch Du, Emilie, auch Du kommſt, um mich anzuklagen?

Nein, ſagte ſie ſanft.Nein, ich kam nur, um Dir zu ſagen, daß es Zeit iſt, in die Geſellſchaft zu gehen. Wir haben es doch verſprochen, daß wir heute zu dem Geheimrath von Werther gehen wollen.

Ja, wir wollen es, ſagte er aufſtehend;es wird eine Zerſtreuung ſein, und die Leute werden ſehen, daß ich mich nicht vor ihnen fürchte, daß ich mich in meinem Rechte fühle. Ja, Du haſt Recht, Emilie, wir wollen in die Geſellſchaft gehen.

Ich habe Dir ſchon Alles hingelegt, ſagte ſie ſanft.Gehe nur in Dein Schlafzimmer, da liegt ſchon der Frack und die weiße Halsbinde bereit.

Ich danke Dir, Emilie. Ach, Du ſorgſt ſo gut für mich; ich will es Dir auch danken mein Leben lang. Ich glaube, Emilie, ich war oft hart und un⸗ freundlich gegen Dich. Sage, war ich es nicht?

Er ſieht ſie mit angſtvollen Blicken an und faßt mit zitternder Hand nach der ihren.

Sie entzieht ſie ihm leiſe und wendet den Blick

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