239
mer aus durch Gerlach— ſo ſchreibt Bunſen, gehe Alles auf Verdummung und Verfinſterung los, man werde dieſe trübe Zeit des geiſtreichſten Königs noch viel ärger beklagen und verurtheilen als Wöllmers; Alles habe zugleich den politiſch reactionären Character der Junkerpartei— mit Garden und Polizei könne man ja politiſch thun, was man wolle— ſo lange es dauert— allein die Verachtung des Geiſtes habe der Deutſche nie ertragen und ſein Fluch folge durch Jahrhunderte allen denen, die ſie geſucht haben.
Die Folge des neuen Mordanfalls war, wie Förſter beſtätigt, Iſolirung des Königs von ſeinem Volke durch den Hof, verſteckter Polizeidruck im Lande, willkürliche Verhaftungen, Hausſuchungen in der Hauptſtadt, Knech⸗ tung der Preſſe, Parteilichkeit in den Gerichtsſälen, Einfluß der frommen Cleriſei.
Seglältig hinterbrachte man dem Könige jede niebrige Schmähung ſeiner Perſon. Damit er ja, da er ſelbſt nicht hart zu ſein verſtand, ſtatt ſeiner die Junker und Prieſter regieren laſſe. Daß man ihn mit keiner, ſein Herz kränkenden Verleumdung verſchonte, beweiſen ſeine Worte an den Treubund:
So gar ſo weit ſei man gegangen, daß man ſich nicht entblödet habe, ihn der Unmäßigkeit im Genuſſe des Weines zu beſchuldigen! Seit die Leute ſich nun über⸗


