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orden, damit er ihn bei Tafel dem Geiſtlichen über⸗ reiche.
K... k und ein anderer Geiſtlicher, der Prediger Richter, ſaßen bei der Tafel dem Kronprinzen gegen⸗ über. Der letztere war auf beſonderen Wunſch des Kronprinzen befohlen worden. K.... k wußte bereits, was ſeiner harre und war ſehr aufgeräumt und ge⸗ ſprächig, Richter einſilbig und beſcheiden.
Der König winkte dem Prinzen, als das Eſſen abgetragen, daß es jetzt Zeit ſei, K..... k den Orden zu übergeben und dieſer ſchlug mit dem Meſſer an ſein Glas.
„Ich will eine Geſchichte erzählen“, begann er„und bitte um Ihre Aufmerkſamkeit, denn Sie ſollen das Urtheil fällen. Ein junger Fürſt hörte von den Promenaden Herrn Dr. Raſchieds und beſchloß, ein Gleiches zu thun, um die Beamten des Staates und der Kirche zu prüfen. Er zog die Kleider eines Bettlers an, ſchminkte ſein Ant⸗ litz und ging zu einem Prälaten, um ihn um ein Al⸗ moſen zu bitten. Der reiche Diener der Kirche ſaß im Lehnſtuhl, um von den Freuden der Tafel auszuruhen.
„Was wünſcht Ihr, lieber Mann,“ fragte er den Armen.„Ihr wollt doch nicht betteln?“
„Ja,“ antwortete der Fürſt,„ich muß betteln. Ich bin ein armer Weber, habe ſechs Kinder; bin durch Krankheit ins Elend gekommen“. 3


