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Ekel erfüllt, verſenkte ſich derſelbe königliche Spötter, der erlauchte Witzbold in die Nebel der Myſtik und ward ein Frömmler. In jedem Falle war es der Einfluß ſeiner Gemahlin, der ihn ſchließlich ganz hin⸗ überzog in das Lager der Pietiſten, und ſelber kein
Heuchler, ſelber ſchwärmeriſch begeiſtert von erhabenen
chriſtlichen Ideen, ward er von Heuchlern getäuſcht und wurden dieſe ſeine Räthe und Werkzeuge.
Welch' ein Unterſchied zwiſchen ſeinem Hofe und dem ſeines Vaters. Dort war der alte Fürſt Wittgen⸗ ſtein Hausminiſter geweſen, eine ganz ſonderbare Excellenz, aber er charakteriſirte die damalige Hofge⸗ ſellſchaft, er hatte den bedeutendſten Einfluß.
Der Fürſt, ſchreibt Veſche, war ein höchſt eigen⸗ thümlicher Charakter, höchſt weltklug und weltgewandt, aber überall von leiſem Auftreten, ſtillem, vorſichtigen, bedächtigen Ganges, trocken und kalt in der Anfühlung, ſehr einfach in ſeinem Aeußeren und ſehr bizarr, na⸗ mentlich war ſeine Perrücke bemerkenswerth, von einem geradezu unmöglichen Haare und nächſt dieſer Perrücke die eigenthümliche feine Stimme, mit der er ſeine eigenthümlichen Bemerkungen losließ.
Einſt petitionirte bei ihm ein Privatdocent der Philoſophie an der Univerſität zu Berlin, Baron Kayſerling und klagte ihm aufs Beweglichſte, daß er


