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„Ich habe“, ſo ſchrieb der König,„Ihre Eingabe empfangen und geprüft. Die Cenſoren des mit der⸗ ſelben eingereichten Artikels für die Zeitung haben bei Behandlung deſſelben nicht gegen die Cenſurvorſchriften gefehlt, es iſt alſo kein Grund zur Beſchwerde wegen der geſtrichenen Stellen vorhanden. Glaubten Sie wegen ungebührlicher Verzögerung ſich beklagen zu müſſen, ſo war dieſe Klage zunächſt an den Miniſter des Innern zu richten. Mit Widerwillen habe Ich einen Mann von Ihrer Bildung und literariſcher Be⸗ kanntheit durch jenen Artikel unter der Klaſſe derer gefunden, die es ſich zum Geſchäft machen, die Ver⸗ waltung des Landes durch hohle Beurthei⸗ lung ihres nicht von ihnen begriffenen Gei⸗ ſtes vor der großen, meiſt urtheilsloſen Menge herabzuſetzen, dadurch ihren ſchweren Beruf noch ſchwerer zu machen. Von Ihrer Einſicht, wie von Ihrem Talent hätte ich Anderes erwartet und ſehe mich ungern enttäuſcht.“
An den politiſchen Druck und den Meßzwang war das Volk gewöhnt geweſen, ihm wurden ja nur Hoff⸗ nungen entzogen, die man ihm gemacht. Aber das neue Joch geiſtiger Polizeiwillkühr ward um ſo un⸗ erträglicher. Daß man dem Volke Glaubensformate vorſchrieb— ſagt Förſter— daß man die Freiheit


