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ſpielt und Gedankenfreiheit gefordert. Herwegh erklärte in Königsberg, man müſſe die Freiheit bis zum Wahn⸗ ſinn lieben und als er jetzt erfuhr, daß die preußiſche Polizei ſeine neuen, aber in der Schweiz erſcheinenden Lieder verboten, ſo richtete er an den König ein Schrei⸗ ben, in dem er ſich auf das Verſprechen ehrlicher Feindſchaft berief, er ſei Republikaner, er möge nicht in Staaten leben, wo die Cenſur herrſche, er ſpreche noch dies eine, wenn auch leidenſchaftliche Wort unter vier Augen zum Könige, es ſei das letzte,
Denn wer mit ſeinem Gott gegrollt,
Darf auch mit einem König grollen.
Er ſagte, die Miniſter des Königs hätten auch ſeine erſten Lieder verboten, er ſei aber ſo glücklich, dieſe jetzt in fünfter Auflage erſcheinen zu ſehen, kurz, er begann den Poſa in etwas derber und unpaſſender Manier zu ſpielen und die Antwort war, daß ihn Gensdarmen zur Poſt brachten und ihn bis an die preußiſche Grenze begleiteten.
Der Neid der Preſſe zeigte ſich jetzt in boshafter Schadenfreude, ſie fiel über ihn her wie Hunde über den erlegten Hirſch.
In ähnlicher Weiſe fertigte der König den Schrift⸗ ſteller Willibald Alexis(Dr. Häring) ab, der ſich über Beſchränkungen der Cenſur brieflich beſchwerte.


