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gebauten Seelen, in denen melodiſche Saiten alle Luſt und alles Leid des Lebens verdoppeln, dreifach wiedertönen! Etwas Köſtliches um dieſe leidenſchaftlich ruheloſen Geiſter, die mit ausgeſpannten Fittigen ſchweben zwi⸗ ſchen Erd' und Himmel, von keinem Maß gehalten, keinem Geſetz gehorſam, als allein ihrer eigenen dä⸗ moniſchen Natur!— Um dieſe Gemüther, ſo durch⸗ ſichtig, ſo bildſam, ſo geſchmeidig und doch wieder ſo unergründlich, ſo ſtarr, ſo traumverſunken! Etwas Köſt⸗ liches um dieſe Ueberfülle des Lebens, dieſe ganze Welt voll Widerſprüchen und Räthſeln, die zuſammen⸗
gehäuft liegt in einer Künſtlerſeele!
Nur daß Lieblingskinder allemal auch etwas ver⸗ zogen ſind. Wo viel Licht, iſt auch viel Schatten, Niemand darf ungeſtört unter Palmen wandeln und die Kunſt iſt eine ſolche Palme, die mit heißem ſchwel⸗ geriſchen Duft die klaren Sinne überwältigt.
Geht die Geſchichte aller Künſtler durch, ſo viel ihrer gelebt: das größte weſentlichſte Kunſtwerk, zu dem alle gleichmäßig berufen ſind: das Leben ſelbſt, iſt zu allen Zeiten Niemand weniger gelungen als ihnen ſelbſt, nirgends findet ihr ſo viele verfehlte Exi⸗ ſtenzen, ſo viel verkümmerte Hoffnungen, ſo viel ge⸗ brochene Herzen, als unter dieſem begabten, dieſem be⸗ vorzugten Geſchlecht der Künſtler. Anwohner des Olymps,


