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„Herr Gott im Himmel, das wäre entſetzlich!“ ſchrie Herr von Tzſchoppe.„Aber Sie können es ja nicht dulden, Excellenz! Wir haben ja immer ſo treu zuſammengehalten, haben immer zuſammen gearbeitet. Was ich gethan, that ich ja nicht für mich, nicht aus eigenem Antrieb, ich that es in Ihrem Auftrag und Befehl! Darum werden Sie mich jetzt ſchützen und werden es nicht dulden, daß man ſo ſchändlich mit mir verfahre. Sagen Sie es mir zu meinem Troſt, nicht wahr, Sie werden mich ſchützen?“
Herr von Rochow lachte laut auf; es ſchien ihm ergötzlich, daß der ſonſt ſo kluge und ſchwer zu über⸗ liſtende Tzſchoppe wirklich das Märchen vom Fackel⸗ zug glauben konnte.
„Ich Sie ſchützen, mein Lieber?“ fragte er.„Sie kennen doch die Geſchichte von der eiſernen Jungfrau, welche diejenigen, die man in ihre Arme warf, mit tauſend Schwertern zerfetzte. Nun, mein Lieber, die öffentliche Meinung iſt ſolch eine eiſerne Jungfrau, und man muß ihr zuweilen ein Opfer in die Arme werfen, damit ſie an dem ihre Luſt kühle— die Schwerter ihrer Zunge wetze. Es kann geſchehen, daß Sie ein ſolches Opfer für dieſe eiſerne Jungfrau, dieſe „öffentliche Meinung“ ſein müſſen. Und ſagen Sie ſelbſt, wie ſollte ich dazu kommen, Sie zu ſchützen Sie,


