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nennen, ſondern lieber mir die Krankheit aufzubürden! Mich ängſtigt es allemal, wenn ich nur den Gedanken ausſprechen höre, daß mein theurer Gemahl krank und leidend ſein könnte, und man ſagt, die böſen Geiſter nehmen ſolche unwahre Worte von den Lippen der Menſchen und verwandeln ſie in Wahrheit.“ „Beruhigen Sie ſich, Frau Baronin und Schwä⸗ gerin“, erwiderte der Paſtor mit ſtolz erhobenem Haupte, „die böſen Geiſter ſind niemals nahe dem Manne, wel⸗ cher der Diener Gottes iſt, und bei welchem daher nur die guten Geiſter weilen können! Wenn die Frau Ba⸗ ronin aber mich einer chriſtlichen Unwahrheit zeiht, ſo haben Sie darin Recht; eine Unwahrheit ſprach ich, aber es war eine chriſtliche, das heißt,— war ge⸗ boten von dem Geiſte der Liebe! Um keine böſe Nach⸗ rede kommen zu laſſen auf meinen Bruder und ſeine Familie, gab ich mich demüthiglich dazu her, etwas zu ſagen, was mein Herz fürchtete, was ich aber freilich nicht beſtimmt wußte. Doch jetzo bin ich nicht mehr der Pfarrer, ſondern ich bin der Bruder, und als ſolcher freue ich mich, daß es Ihnen Allen wohl geht.— Und als ſolcher“, fuhr er fort, in⸗ ſdem er ſich wieder ſeinem Bruder zuwenbtte,„als olcher komme ich, Dir meinen Dank zu ſagen, Alphons.“


