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Ahnung davon, das ein Entſetzliches, Furchtbares bald ihr bevorſtände.
„Du biſt krank?“ fragte ſie mit bebendem, leiſem Ton, und auch ihre Wange erblaßte auf einmal.
Er zwang ſich zu einem Lächeln, und die Liebe in ihm überwand die körperliche Schwäche.
„Nein“, ſagte er mit voller zuverſichtlicher Stimme, „nein, Olympia, ich bin nicht krank. Es ſind nur die Erinnerungen, welche über mich kommen und welche mich erſchüttern. Die Erinnerungen an die ſchönen Tage, welche geweſen, und ich gedenke deines theuren Vaters, den ich geliebt habe, als wäre er mein eigener Vater. Vergebt mir die augenblickliche Schwäche. Es gibt Momente, in denen auch der Mann ſich ſeiner Schwäche als einer Stärke bewußt ſein kann. Weil ich ſtark war in Liebe, war ich ſchwach an Körper. Nun, Olympia, nun bitte ich Dich“, fuhr er dann fort,„ſinge mir die Lieblingsarie deines Vaters. Ich habe ein Gefühl, als wäre er bei uns in dieſer Stunde, und ſo wollen wir ihn grüßen mit Deiner Stimme und mit den heiligen Tönen, die er ſo ſehr geliebt.“
Sie verſtand ihn und wußte, was er meinte. Sie
eilte zu dem Notenſchrank hin, um aus demſelben den


