Teil eines Werkes 
3. Band (1873)
Entstehung
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einem heiligen Dreiklang es ihm nach:Vater unſer, der du biſt im Himmel!

Dann ſchwiegen ſie Alle; eine feierliche Stille trat ein, nur der Morgenwind rauſchte in feierlichen Accorden durch die Bäume, und plötzlich einten ſich mit ihm die Klänge der Glocke, die von dem Thurme der Dorfkirche eben den Schluß des Gottesdienſtes kündete, mit feierlich ſanft verhallenden Klängen.

Sie ſchauten einander an mit zärtlichen, liebe⸗ vollem Blick, dann auf einmal breitete der Vater ſeine Arme weit aus, und Olympia und die beiden Kinder ſchmiegten ſich an ihn und neigten in feierlicher Rührung ihre Häupter an ſeine Bruſt. Sie ſahen nicht, mit welchem Ausdrucke ſchmerzlicher Wehmuth die Augen des Vaters hingerichtet waren auf die goldenen, ſonnenſtrahlenden Lettern. Sie wußten nichts von den Gedanken, die ſeine Seele tief bewegten und zu ihm flüſterten vom baldigen Heimgange, von baldiger Trennung. Aber ſie fühlten plötzlich, wie ſeine Geſtalt ſchwankte, und wie Olympia zu ihm aufſchaute, ſah ſie, daß ſeine Wangen bleich geworden waren und ſah auch die Thränen, die langſam über dieſelben hin⸗ rollten. Zum erſtenmale ging ein Weh durch ihre Seele hin, zum erſtenmale bekam ſie eine furchtbare