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Plötzlich zuckte er zuſammen und ſtarrte auf den Namen ſeines Bruders hin.„Da fehlt etwas!“ ſagte er haſtig;„merkwürdig, daß ich bis jetzt nicht daran gedacht! Das iſt ein ſchlimmer Fehler in meinem Kirchenbuch; ich habe vergeſſen, die Frau und die Kin⸗ der meines Bruders pflichtſchuldigermaßen einzutragen in das Kirchenbuch. Ja, pflichtſchuldigermaßen! Denn er iſt heimgekehrt und iſt wieder der Guts⸗ und Pa⸗ tronatsherr, und die Bücher müſſen ordnungsgemäß ſein! Das würde ſonſt einmal, wenn ich hier fort⸗ ginge, ein ſchlechtes Licht auf den Herrn Paſtor wer⸗ fen, wenn ich das Kirchenbuch nicht in Ordnung hielte! — Das habe ich vergeſſen ¹“ rief er, indem er aufſtand und haſtig auf und nieder ging.„Es iſt ein großer Fehler. Ich muß meinen Herrn Bruder auffordern, mir ſeinen Trauſchein und die Taufſcheine ſeiner Kin⸗ der zu geben.“
Auf einmal blieb er ſtehen, und ein ſeltſames Blitzen war in ſeinen Augen.
„Wie, wenn er nun den Trauſchein nicht hätte und nicht den Taufſchein, welcher den Sohn ausweiſt als ſeinen legitimen Erben?“
Er ſchwieg und horchte auf die böſen und ver⸗ lockenden Stimmen, welche in ſeinem Innern zu flü⸗
ſtern begannen. Jetzt dachte er nicht daran, daß es Mühlbach, Proteſtantiſche Jeſuiten II. 11


