Teil eines Werkes 
2. Band (1873)
Entstehung
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deckten Hauptes und unverhüllten Angeſichtes dürfen wir uns dem Heiligen nahen, flüſterte der Paſtor. Und jetzt, wenn Euer Excellenz belieben, treten wir durch dieſe Seitenpforte in den Saal ein, damit unſer Eintreten kein Aufſehen erregt und nicht vieleeicht, was Euer Excellenz verhüten wollen, die Aufmerkſam⸗ keit auf Euer Excellenz ſich richtet.

Leiſe öffnete er die Thür und geräuſchlos traten ſie ein. Tiefe Stille umgab ſie, nicht das leiſeſte Ge⸗ flüſter, kaum ein hörbarer Athemzug unterbrach das feierliche Schweigen, und doch war der Betſaal ganz angefüllt von Menſchen. Aber ſie ſchienen der Erde gleichſam entrückt, ſie hörten und dachten nicht, ihre Seele, ſo ſchien es, lag in ihren Augen, und die Au⸗ gen Aller waren hingerichtet auf eine kleine, braune, ge⸗ ſchnitzte Holzthür mit einem Ausdruck, als erwarteten ſie, daß ihnen von dort das Heil und die Glückſelig⸗ keit erſcheinen ſollen. Ein ſchmuckloſer einfacher Raum war dieſer Saal, in welchem, ſeit der Archidiaconus vor drei Jahren ſeines Amtes entſetzt worden, ſeine Jünger und Jüngerinnen um ihn verſammelten, um von ihmdie Lehre der Weisheit und die Offen⸗ barung ſeines übermenſchlichen Geiſtes zu empfangen. Die hohen Wände waren bis zur Decke hinauf mit Eichenholz getäfelt, auf welchem hier und dort ſich