Teil eines Werkes 
1. Band (1873)
Entstehung
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telnd,freilich, ein preußiſcher Edelmann pflegt dieſe plebejiſche Perſon nicht zu ſeinen Freunden zählen zu müſſen.

Ich danke Gott, Majeſtät, daß ich ſie zu meinen Freunden zählen mußte, und ich ehre die Arbeit als die höchſte und heiligſte Majeſtät.

Der König zuckte ein wenig zuſammen und eine Wolke flog über ſeine Stirne hin.

Man hört es wol, daß Sie lange ein Bürger der Freiſtaaten geweſen ſind, ſagte er mißmuthig.

Ich bitte um Vergebung, Majeſtät, erwiderte der Baron, ſich tief verneigend.Der edle Sinn Eurer Majeſtät wird es begreifen, daß man ſeine Freunde nicht verleugnen darf. Und die Arbeit war meine

Freundin, meine treueſte Freundin. Sie begleitete mich

in die Einſamkeit, in die fernſten Steppen Südameri⸗ kas, ſie folgte mir treu und freudig nach dem damals noch ganz unbekannten Californien in Da rührte ich meine Hände, da machte ich das and urbar. Mit mir waren einige italieniſche unetade vor⸗ nehme Männer, die geflohen waren vor dem blutdürſti⸗ gen Haſſe König Ferdinand's, und jetzt in Amerika Arbeiter geworden waxren, wie ich! Und die Arbeit, Majeſtät, machte uns zuletzt reich, wir entde ien die

erſten Goldminen. 12*