Vater, der bald nach dem Congreſſe von Wien— helfen Sie mir doch, mein lieber Baron.“
„Es war mein Vater, Majeſtät, der eines ſchmach vollen Verbrechens angeklagt ward und deſſen Prozeß damals viel Aufſehen erregte. Ja, Majeſtät, es war mein theurer, edler Vater.“
„Ihr edler Vater? Vergeben Sie, Baron, und doch ſagen Sie, er war eines ſchmachvollen Verbre⸗ chens angeklagt worden? Verzeihen Sie meine Theil⸗ nahme, daß ich ausführlich frage. Erzählen Sie mir ein wenig von Ihrer Vergangenheit. Ich bin hierher gekommen, um zu verſöhnen, was vielleicht ſchlimm iſt, um wieder gut zu machen, was vielleicht böſe war, und um Allen gerecht zu werden, Allen! Sie ſagen, Ihr Vater war ein edler Mann, und weßhalb klagte man ihn denn an?“
„Weil er mißliebig war“, ſagte der Baron mit faſt hartem Ton.
Der König ſtutzte und eine Wolke flog über ſein Geſicht.
„Mißliebig? Was verſtehen Sie darunter? Was hatte Ihr Vater gethan?“
„Majeſtät, er war im Jahre 1816 mit den drei Abgeſandten der Provinz Preußen nach Berlin ge⸗ kommen, um Se. Majeſtät, den König Friedrich Wil⸗


