Teil eines Werkes 
1. Band (1873)
Entstehung
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das Erſcheinen des Barons nicht ſtören, ſondern nickte ihm nur freundlich zu und zeichnete dann haſtig weiter.

Der Baron blieb ſtolz aufgerichtet neben der Thür ſtehen, und je länger die Pauſe dauerte und je länger der König zeichnete, je tiefer ward die Falte auf ſeiner ſtolzen Stirn und der Ausdruck des Zornes in ſeinem Angeſicht.

Endlich nach einer langen Pauſe legte der König

die Rabenfeder nieder und rollte den Fauteuil ein we⸗

nig herum.

Willkommen, mein Herr Baron Alfred von Schwing, ſagte er.Ich bitte, nehmen Sie Platz dort auf dem Stuhle und laſſen Sie uns ein wenig plaudern.

Der Baron neigte ſein Haupt, aber er nahm nicht Platz dort auf dem Stuhle, den Se. Majeſtät ange⸗ deutet hatte, neben der Thür, ſondern er trug den Stuhl einige Schritte weiter in das Gemach hinein

und dort erſt ließ er ſich auf demſelben nieder. Der König hatte ihm ein wenig verwundert zu geſehen.

Ich glaube, es iſt das erſtemal, daß wir uns begegnen, mein Herr Baron, ſagte er nach einer

Pauſe.