Teil eines Werkes 
1. Band (1873)
Entstehung
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arten von Devotion und Ergebenheit und allerhöchſtem Reſpekt, und weiß doch, daß Du heute Morgens im tiefſten Grunde Deiner Seele empört warſt. Aber ich bleibe doch dabei, die Chocolade ſchmeckte erbärmlich und ich hatte Grund, empört zu ſein, wenn ich auch zugeſtehen will, daß ich nicht nöthig gehabt hätte, Dir die Taſſe vor die Füße zu werfen. Die Taſſe konnte nichts dafür. Und Majeſtät, unterbrach ihn Schöning mit unterwürfiger Stimme,es war Eurer Majeſtät Lieb⸗ lingstaſſe! Ein Angedenken an die hochſelige Königin. Wirklich, es war meine Lieblingstaſſe! rief der König ganz erſchrocken.Du ſiehſt, Schöning, da bin ich nun gleich beſtraft für meine Heftigkeit, und Du haſt gar nicht mehr nöthig, ein ſo unglückliches, be⸗ trübtes Geſicht zu machen. Passons laà-dessus, hoch⸗ ehrwürdiger Tempelherr. Da haſt Du meine Hand, ich werde ein andermal vorſichtiger ſein, und wenn Du mich wieder zwingſt, meine verdorbene Chocolade zu verſchmähen, ſo werde ich ſie Dir vor die Füße ſchütten, aber die Taſſe in der Hand behalten. Und nun gehe, Du Alter, und hole mir Se. Excellenz den Herrn von Humboldt her. Der Kämmerer eilte auf den Fußſpitzen von dan⸗ nen, wenige Minuten ſpäter öffnete ſich die Thür und Se. Excellenz der Freiherr von Humboldt trat herein.

Mühlbach, Proteſtantiſche Jeſuiten. I. 3