3 Andern theilnahmsvoll, mit betrübtem Blick:„Habt Ihr etwas gehört? Wie geht es dem König?“
Vornehm und gering ſteht da nebeneinander und ſchaut empor nach den Fenſtern des Palais, an dem ſich heute nicht wie ſonſt das Angeſicht des Königs zeigt, um die Vorbeigehenden zu grüßen.
Sie haben dieſes Antlitz zuletzt geſehen an dem Tage der Grundſteinlegung von Friedrich des Gro⸗ ßen Denkmal. Einen Moment iſt es da erſchienen, bleich, eingefallen, mit erſterbendem Blick, und man hat dann geſehen, wie es zurückſank, dieſes Haupt, an die Bruſt der treuen Pflegerin, der Fürſtin Liegnitz.
Heute zeigt ſich Niemand an dem Fenſter, und doch ſchauen die Menſchen mit fragenden Blicken empor. Zuweilen öffnet ſich die große Hausthür in der Mitte der Rampe des Palais. Irgend Jemand kommt heraus, und dann drängt ſich die Maſſe bis zu ihm heran und Jeder fragt:„Wie geht es dem Könige?“
Und das Kopfſchütteln und der traurige Blick ſind die nicht mißzuverſtehende Antwort. Die Tauſende wiſ⸗ ſen es jetzt Alle:„Der König liegt im Sterben.
Hier und dort vor dem Palais haben ſich Gruppen gebildet von ernſt blickenden Männern, aus deren Geſichtern Muth und Energie ſpricht, und ſie ſtehen da und ſprechen leiſe miteinander.„Der König
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