Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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Marie Louiſe an ihren Gemahl. Sie ſchreibt ihm, ihr Sohn befände ſich wohl, er habe gut geſchlafen, aber als er erwachte, habe er weinend geſagt, er hätte von ſeinem Vater geträumtv; allein trotz aller Verſprechungen, aller Bitten und alles Spielzeugs, das man ihm gegeben, habe er doch nicht ſagen wollen, was er von ſeinem Vater geträumt habe, und wider ihren Willen beunruhige ſich die Kaiſerin ſehr darüber.

Man erzählt, ein Marſchall habe den Kaiſer Alexander gefragt, welchen Rang ſeine Frau an dem neuen Hofe einnehmen werde, und dann habe er ihm ſein Erſtaunen ausgedrückt, daß man die Armee nicht wegen der Conſtitution befragt habe. Der Kaiſer Alexander hat ihm geantwortet, daß er der Armee ſeine Befehle ertheile, aber niemals von ihr deren empfange.

Der Prinz Leopold logirt in demſelben Hauſe mit der Gräfin Taſcher; er iſt unaufhörlich mit Ihnen und Ihrer Mutter beſchäftigt; er wenigſtens iſt nicht undankbar für all die Güte, welche Sie Beide ihm erwieſen haben! Ich weiß, daß er mit dem Kaiſer von Rußland ſprechen und dann Ihnen ſchreiben will.

Alle Ihre Freunde ſagen, daß Sie an Ihre Kinder denken und das Loos annehmen müſſen, welches man Ihnen bietet. Herr von Lavalette, der Herzog von Vicenza auch ſind dieſer Meinung. Sie verlie⸗ ren ohnedies genug, und Sie dürfen Ihren Beſiegern wohl geſtatten, daß ſie Ihnen einen kleinen Theil von dem zurückgeben, was ſie Ihnen nahmen und wa Ihnen gehört.

Kurz, alle Ihre Freunde verlangen entſchieden, daß Sie, ſobald der Kaiſer Napoleon von Fontaine⸗ bleau abgereiſt iſt, ſich nach Malmaiſon begeben.

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