Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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ihren Sohn gefangen genommen, und alle Diamanten der Krone, welche ſie bei ſich führte, mit Beſchlag be⸗ legt; aber es ſcheint, als wenn ihre Gefangennehmung gerade das war, war ſie wünſchte.

Die Alliirten ſind wüthend auf den Herzog von Baſſano; ich habe ihn lebhaft vertheidigt, denn Sie wiſſen wohl, wie ſehr ich ſeine Frau liebe.

Die Königin von Weſtphalen iſt in Paris an⸗ gekommen; der Kaiſer Alexander, ihr Couſin, iſt ſo⸗ gleich zu ihr geeilt. Man vermuthet, daß ſie zu ihrem Vater zurückkehren wird.

Das Schickſal ihres Bruders wird ſich ſchön und würdig geſtalten, aber es iſt noch nicht ganz fixirt. Es walten dabei, wie mir Graf Neſſelrode ſagt, gar viele Intriguen ob. Was das Königreich Neapel anbetrifft, ſo ſpricht man nicht davon. Aus den Einzelheiten, die der Graf mir in Bezug auf den letzten Krieg mit uns erzählt, erſehe ich, daß er viele uſerer Miniſter und Marfchälle verachtet, und daß ieſe ſehr ſchuldig ſind; dennoch, ſagte er mir, ſie noch acht Tage vor unſerm Unglück nicht aubten, unſerer Herr zu ſein; am zehnten März glaubten ſie noch, der Friede, beſonders mit Preußen, ſei gemacht.

Betrüben Sie ſich nicht über das Schickſal des Kaiſers auf der Inſel Elba. Der Kaiſer Napoleon hat ſie ſich ſelbſt erwählt, die Alliirten würden jeden audern Ort vorgezogen haben.

Alle die letzten Couriere, welche nach Paris kamen, ſind von den Alliirten angehalten worden. Unter den Briefen befand ſich einer von der Kaiſerin

in die Gewalt des Feindes geriethen. Herr von Bauſſuet erzählt dieſe Scene in ſeinen Memoiren, und es verſteht ſich von ſelbſt, daß ſie nicht ſo ſtürmiſch war, als das Gerede von Paris ſie da⸗ mals ſchilderte. 3