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Diners zu bringen. Oft ſpeiſ'te er in Begleitung ſeines Brhpere Louis bei ſeinem Jugendfreunde Bou⸗ rienne, und ſein dereinſtiger Secretair war jetzt noch ſein vom Glück begünſtigter Gaſtfreund. Der junge General brachte ſtatt des Weißbrotes gleich ſeinem Bruder nur ſeine„Ration“ Schwarzbrot mit, welches er indeſſen ſeinem Bruder Louis überließ, der es begierig verzehrte, während Madame Bourienne dafür ſorgte, daß der junge General immer auf ſeinem Teller ſein Weißbrot fand. Sie hatten ſich von dem Gute des Herrn von Bourienne Mehl nach Paris ein⸗ ſmuggeln laſſen und ließen bei einem Paſtetenbäcker davon heimlich Weißbrot backen, was, wenn man ſie denuncirt hätte, ihnen unfehlbar den Weg zum Schaf⸗ fot würde bereitet haben.*)
Im Kreiſe ſeiner Freunde alſo lebte der junge General Buonaparte oder, wie er ſich ſpäter ſchrieb, „Bonaparte“ ſtille Tage der Erwartung, hoffend, daß ſeine Wünſche, wenn das jetzige ihm feindliche Gouvernement durch ein anderes verdrängt werde, ſich endlich erfüllen ſollten. Dieſe Wünſche waren jetzt noch ziemlich beſcheidener Art.
„Könnte ich ruhig hier in Paris leben,“ ſagte er einſt zu Bourienne,„dies hübſche kleine Haus da drüben, mit dem Vis⸗à⸗Vis auf meine Freunde, miethen und außerdem mir ein Cabriolet halten, ſo würde ich der glückſeligſte Menſch ſein!“
Er dachte alles Ernſtes daran, ſich dieſes„hübſche kleine Haus“ mit ſeinem Oheim Feſch(dem nach⸗ herigen Cardinal) zu miethen, aber die wichtigen
Ereigniſſe, welche bald darauf auf's Neue Paris er⸗
ſchütterten, verhinderten ihn daran, und der berühmte dreizehnte Vendemiaire des Jahres 1795 rief den jung
*) Bourienne, Vol. 1, S. 80. Königin Hortenſe. I. 3


