Teil eines Werkes 
3. Theil (1849)
Entstehung
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und wenn er ſich ein wenig erkältet fühlte von der ſtillen, ſtrengen Tugend Francoiſens, eilte er zu Athe⸗ nais, um ſich in ihren Armen wieder zu erwärmen.

Es war ein beſtändiges Schwanken und Kämpfen, ein ewiges Ringen und Zanken, und dem König, wel⸗ cher täglich und ſtündlich die Streitigkeiten und die erbitterten Zwiſte ſeiner beiden Freundinnen zu ſchlich⸗ ten hatte, dem König blieb keine Zeit, an ſein Volk zu denken, Louvois herrſchte mit ſeinen Creaturen über Frankreich, und La Chaiſe war der rathgebende Freund des Miniſters.

Aber La Chaiſe war außerdem auch der rathende Freund der beiden Marquiſen und des Königs. Er beſtärkte die Marquiſe Maintenon in ihrer keuſchen Tugend, indem er zu ihr ſagte: Je mehr Ihr Euch ihm verweigert, deſto mehr wird er Eurer begehren. Er ermunterte die Marquiſe Montespan in ihrer lei⸗ denſchaftlichen Hingebung, indem er zu ihr ſagte: nur durch die grenzenloſeſte Zärtlichkeit könnt Ihr Euch den König erhalten! Ihr müßt alle ſeine Sinne mit einem Zauber der Luſt umgeben! Ihr müßt ihn ſo berau⸗ ſchen, daß an ein Erwachen gar nicht zu denken iſt! Aber wenn der König ihm erzählte von den ewigen