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La Chaiſe feierlich. Belohnt daher die Tugend, wie Ihr das Laſter ſtraft! Befreit dieſe Frau von dem Na⸗ men eines unwürdigen Gatten! Scheidet von einander, was nicht zu einander gehört!
Ich werde das! rief der König, aber es wird nicht genug ſein, dieſer edlen, verkannten Frau meine An⸗ erkennung und meine Reue zu bezeigen!——
An dieſem Abend war eine kleine auserwählte Ge⸗ ſellſchaft in den Zimmern der Marquiſe Montespan. Es war der Zirkel der vertrauteſten Freunde, welche der König hier um ſich zu verſammeln pflegte. Man war ſehr ausgelaſſen, ſehr geiſtreich und ſehr witzig in dieſen Reunions der Vertrauten, zu denen zugezählt zu werden die Vornehmſten und Bedeutendſten für ein un⸗ ermeßliches Glück, eine unendliche Gnade erachteten.
Wie geſagt, dieſer Zirkel der Vertrauten war an dieſem Abend in den Zimmern der Marquiſe verſam⸗ melt. Man ſprach, man ſpielte Karten und Würfel, man mediſirte, ſcandaliſirte, lachte und unterhielt ſich, wie gewöhnlich. Aber während man ganz ungezwun⸗ gen und harmlos ſchien, war doch Jeder ſorgſam be⸗ dacht, dem König und der Marquiſe ſich nur dann zu nahen, wenn er ausdrücklich dazu aufforderte, und
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