Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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Wie ſchön Ihr in dieſem Augenblick ſeid! rief der König, ſeine Geliebte umarmend. Bei meinem könig⸗ lichen Wort, es iſt unmöglich, Euch etwas abzuſchla⸗ gen. Mag es denn drum ſein! Dieſer närriſche Ko⸗ bold, der ſogenannte Dichter Scarron, nannte ſich „der Kranke der Königin“, und meine erhabene Mutter zahlte ihm als ihrem Kranken eine Penſion. Nun wohl, Scarron's Witwe ſoll dieſelbe Penſton erhalten, welche Anna von Oeſterreich dem Scarron zahlte. Sie kann ſich jetzt„die Kranke des Königs“ nennen!

Wenn das eine Bedingung iſt, ſo wird Madame Scarron es vorziehen dieſe Penſton nicht anzunehmen, ſagte Frau von Montespan ernſt.

Iſt ſte ſo ſtolz, Eure Witwe?

Sie iſt eben ſo ſtolz, als klug, eben ſo fromm, als gelehrt! ſagte die Montespan, bemüht den König für ihre Plane zu gewinnen.

Ah, ſagte der König mit einem ſpöttiſchen Lächeln, ſie iſt eine Gelehrte! Ich kenne nichts Langweiligeres, als dieſe gelehrten Weiber!

Doch hoffe ich Nutzen zu ziehen von ihrer Gelehr⸗ ſamkeit, ſagte die Marquiſe, und theilte dem König in ihrer beredten und eindrucksvollen Weiſe ihre Ab⸗

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