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La Chaiſe war ein ausgezeichneter Vorleſer, Papſt Alerander hörte mit Vergnügen zu, und indem er ganz zu vergeſſen ſchien, daß dies ſeine eigenen Poeſieen waren, welche man da vorlas, brach er oft unwill⸗ kührlich in ein lautes Bravo aus, und klatſchte vor Vergnügen in die Hände.—
Von dieſem Tage an waren die Jeſuiten wieder willkommene Gäſte im Vatican, und es ſchien, als wolle der Papſt durch verdoppelte Freundlichkeit die Wunde wieder heilen, welche er den Jeſuiten durch ſeine Ungnade geſchlagen.
Der chineſiſche Geſandte ward in aller Stille in ein Profeßhaus abgeführt, der angebliche Sohn des Kai⸗ ſers von China aber verſchwand plötzlich. Man ſprach
einige Tage in Rom von dieſem räthſelhaften Ver⸗
ſchwinden des kaiſerlichen Prinzen, dann vergaß man ihn über irgend einem neuen Ereigniß, und Niemand ahnte, daß dieſer chineſiſche Prinz, welcher nichts wei⸗ ter geweſen war, als ein von den Jeſuiten angekauf⸗ ter chineſiſcher Sclave, unterdeſſen einem ſehr reichen deutſchen Baron als Lakai nach Deutſchland folgte*).— Die Dominicaner waren indeß wieder aus dem Vati⸗ *) Vie du Pére La Chaise. Vol. II.


