Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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dem Pulver vermiſchte Milch getrunken, als ſie lang⸗ ſam einige Schritte zu wandeln begann. Dann wur⸗ den ihre Bewegungen immer lebhafter. Sie ſprang vom Divan auf den Tiſch, vom Tiſch auf den Boden.

Sie iſt wieder geſund! frohlockte der Kammerherr.

Und Zenobia machte immer höhere Sprünge, ſie kletterte an der Wand empor.

Wie vergnügt ſie iſt! ſagte Zaponi, und folgte mit freudeſtrahlenden Blicken jeder Bewegung dieſes herr⸗ lichen Thieres.

Die Katze fuhr in immer wahnſinnigern Sprüngen umher. Sie warf auf den Tiſchen die Gläſer und Flaſchen um, ſie fuhr gegen die Fenſterſcheiben, daß ſie klirrend zerbrachen, ſie raſte in großen Kreiſen im Zimmer umher, und ſaß bald auf dem Rande der Thür, bald unter den Schränken und Stühlen. Es war ein Delirium der Freude. Aber das Delirium ward immer ärger. Zenobia war wie raſend, ihre Augen flammten, wie ein Dämon ſchoß ſie umher, endlich begann ſie zu heulen, zu kreiſchen, zu winſeln.

Der Kammerherr ſtand in einer Art Erſtarrung.

Doctor, Doctor, helft! kreiſchte er endlich.

Aber der Doctor war nirgends zu finden! Er

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